In einer Zeit der vordergründigen und geistlosen Heilsbotschaften ist das Publikum durch diese Passion endlich wieder aufgerufen, nach dem zu suchen, was sich eher kontemplativ, beschaulich erschließen lässt. Überdies verweist dieses Stück auch auf einen größeren historischen Kontext, weshalb die gesamte Tragweite der geschilderten Ereignisse noch besser nachempfunden werden kann. In dieser Hinsicht ist vor allem die äußerst eindrucksvolle Charakterisierung des Pontius Pilatus zu erwähnen.

Dr. Thomas Duschlbauer in Blick-Kontakt

Diese vielschichtige, inspirierende „Passion“ hat die Kraft, der Leidensgeschichte Jesu eine Aktualität zu verleihen, die sie aus traditionellen Passionsspielen herausragen lässt. In Zauners Stück steht nicht Jesus, sonder Pilatus im Mittelpunkt. Wie der Autor dieser Figur Charakter und Kontur verleiht, ist allein schon aller Beachtung wert. Seine „Eccehomo- Rede“ bildet denn auch einen Höhepunkt der Aufführung.

GP in OÖ Kulturbericht

Premiere der Rainbacher Evangelienspiele mit Friedrich Ch. Zauners „Passion“: Ein kraftstrotzendes Stück, das unter die Haut geht, mit zielsicherer Aktualisierung und poetischer Metaphorik aufwartet und die Kunst der dramatischen Verdichtung wie der burlesken Rüpelszene gleichermaßen bravourös demonstriert. Zauners „Passion“ entwickelt die Leidensgeschichte mit kristallklarer Sprachlogik aus dem Blickwinkel des römischen Statthalters Pilatus.

Balduin Sulzer in Neue Kronen Zeitung

Zauners Zugang ist eher ein historischer als ein religiöser. Sein Text hält sich zwar an die Bibel, setzt aber neue Akzente und fokussiert den Blick auch auf einfache Menschen. Er stellt das Geschehen für heutiges Publikum in heutiger Sprache dar – „modern, aber nicht modernistisch“.

Josef Haslinger in Rundschau

„Passion“, das erste Werk im Zyklus der Evangelienspiele, liefert ein Bild des zeitgeschichtlichen Umfelds, in dem eindringlich, aber nicht aufdringlich der Leidensweg Christi geschildert wird.

(fz) in OÖ Nachrichten

Nicht ein „klassisches“ Passionsspiel wird hier gezeigt, sondern die Botschaft des Evangeliums wird für Menschen von heute „übersetzt“. Fridolin Dallinger hat die Musik geschrieben, durch die das Spiel seine besondere Spannung erhält.

Dr. Hans Würdinger in Bistumsblatt Passau

Der Passauer Bischof und Schirmherr Wilhelm Schraml meinte nach der Uraufführung: „Für die Betrachtenden, ich sage bewusst nicht Publikum, können die Evangelienspiele zu einem geistigen Erlebnis werden, das tiefer hineinführt in die Wahrheit der Heiligen Schrift“. Sie seien „mehr als ein bloßes Schauspiel“.

iop in Passauer Neue Presse

Den Vätern des Projekts – neben Zauner der Eferdinger Komponist Fridolin Dallinger – ist ein eindruckvolles Gesamtkunstwerk aus bildhaftem, unverschnörkelt-direktem Text und zu Herzen gehender Musik mit bisweilen archaisch anmutender Linienführung gelungen.

Gerlinde Proier in Neues Volksblatt

Passion - Pressestimmen