Der erste Schritt
von Bgm: Alois Gimplinger
Präsident der Rainbacher Evangelienspiele

Nach langer intensiver Vorbereitungszeit sind Die Rainbacher Evangelienspiele im Juni 2004 Wirklichkeit geworden. Es gab eine Menge Schwierigkeiten im Bereich des Organisatorischen, des Künstlerischen und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu bewältigen, und wir sind uns bewusst, dass wir noch viel zu lernen und eine Menge Erfahrung zu sammeln haben, um an jene Ziele heranzukommen, die wir uns gesteckt haben. Dass dieser erste Schritt, ich darf sagen, sensationell erfolgreich gesetzt werden konnte, wird uns dabei nicht irre machen.

Für die Verwirklichung dieses Großprojektes wurde am 28. Juli 2003 der Verein Die Rainbacher Evangelienspiele gegründet. Eine günstig im Ortzentrum gelegene Scheune wurde angemietet und musste mühevoll und unter der Mitwirkung vieler Helfer aus der Gemeinde zu einem stimmungsvollen Theaterraum umgebaut werden.

Am 10. Juni 2004 wurden die Rainbacher Evangelienspiele mit dem ersten Stück „Passion“ gestartet. Das aus allen Teilen Österreichs und Bayerns angereiste Premierenpublikum (u.a. LH. Dr. Josef Pühringer, Landtagspräsidentin Angela Orthner, Alt-LH Dr. Josef Ratzenböck, ORF-Direktor Dr. Helmut Obermayr, Botschafter Dr. Gerhard Jandl) erwartete ein Theaterereignis der besonderen Art. Zauner beschäftigt sich in vielen seiner Werke damit, die große Zeitenwende künstlerisch zu bearbeiten, in der wir heute leben. Seine „Passion“ hat die Kraft, der Leidensgeschichte Jesu jene Aktualität zu verleihen, die sie über traditionelle Passionsspiele hinausragen lässt, wie ja auch aus den vielen Presseberichten hervorgeht.

Die Bühnenmusik stammt von Fridolin Dallinger, einem der wichtigsten Komponisten Oberösterreichs, und zu ihrer Umsetzung wurden ein eigener Chor unter der Leitung von Werner Weber, so wie ein eigenes Orchester unter dem Dirigenten Ludwig Schmid gegründet. Das Bühnenensemble setzte sich aus profilierten Schauspielern aus ganz Österreich, Bayern und der Schweiz zusammen.

Der Erfolg und die Resonanz geben uns den Mut, "Die Rainbacher Evangelienspiele" im Jahre 2005 mit einem neuen Stück Zauners weiterzuführen, denn es hat sich gezeigt, dass solche besonderen Theaterereignisse auch an Orten möglich sind, an denen man sie vielleicht nicht erwartet. Wir hoffen und wollen, das Rainbach einen ganz eigenen und unverwechselbaren Akzent zur Kultur unseres Landes beitragen wird.

Zwischen 10. und 27. Juni 2004 sind insgesamt 14 Veranstaltungen geboten worden – 12 Aufführungen von „Passion“, sowie 2 Lesungen von Friedrich Ch. Zauner im gotischen Pfaffinger Kircherl - , die insgesamt von 3.650 Personen besucht wurden.

Das Publikum kam aus allen neun österreichischen Bundesländern, Starke Frequenz hatten wir aus Ostbayern, zwischen dem Bayerischen Wald und Burghausen. Ein Nürnberger, der zur Premiere angereist war, kaufte sich nach dem Ende der Vorstellung spontan noch eine Karte für die letzte Auff ührung am 27. Juni und ließ sich auch gleich einen Platz in der ersten Reihe Balkon reservieren. Das Publikumsecho war hervorragend. Nicht nur der schon angesprochene Nürnberger, sondern auch eine Reihe anderer Zuschauer besuchten die „Passion“ zwei-, einige sogar dreimal.

Die Presse reagierte ebenfalls äußerst positiv. Wir können auf eine große Anzahl von Berichten in oberösterreichischen und bayerischen Printmedien verweisen. Insgesamt sind in Zeitungen und Zeitschriften 36 Beiträge über Die Rainbacher Evangelienspiele erschienen. Zweimal berichtete der ORF in seinen Fernsehsendungen, aber auch das bayerische Regional TV brachte einen Bildbericht. Vom ORF Hörfunk, sowie von regionalen Radiostationen in Österreich und in Bayern wurden insgesamt 6 Sendungen, mit jeweils einer Länge von mindestens 30 Minuten, gestaltet, darunter eine einstündige Sendung (ORF 10. April 2004) und eine zu 90 Minuten (ORF 29. März 2004). Zweimal wurde das Projekt im Vorfeld bei öffentlichen Präsentationen vorgestellt: Am 31. März 2004 im Bildungshaus St. Magdalena unter der Patronanz von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und am 13. Mai 2004 im Adalbert Stifter Institut Linz mit Friedrich Ch. Zauner.

Auch zu den Vorstellungen nach der Premiere stellte sich eine Reihe von prominenten Besuchern ein: Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesel, der Bischof von Linz Maximilian Aichern, der Superintendent der evangelischen Kirche Mag. Hansjörg Eichmeyer, extra aus Tirol angereist Dr. Sixtus Lanner, Landesschulratspräsident Hannes Riedl, Bezirkshauptmann Dr. Rudolf Greiner, der Leiter des Adalbert Stifter Institutes Linz Dr. Johann Lachinger, der Leiter des Bildungszentrums St. Magdalena Dir. Roland Spitzlinger und viele andere.

Rainbacher Evangelienspiele - Einleitung